close

GERMANY

Stern

TV-Tipp: La Isla Minima - Mörderland

TV-Tipp: La Isla Minima - Mörderland

TV-Tipp: La Isla Minima - Mörderland
Vor knapp 40 Jahren wandelte sich Spanien zu einer Demokratie. Doch der Weg dorthin war sehr steinig. Obwohl Franco längst unter der Erde lag, schien er vielerorts noch immer lebendig zu sein.Dessen jahrelanger Staatsterror warf auf die Gesellschaft einen großen Schatten, zumal die Spezialpolizei «Guardia Civil» auch noch nach dem Tod des Diktators weiterhin Angst und Schrecken verbreitete. Die Menschen waren verunsichert, es herrschte das Gesetz des Schweigens. Deshalb sollte es eine Weile dauern, bis das Land anfing, die dunkle Vergangenheit aufzuarbeiten.In den spanischen Geschichtsbüchern findet sich diese Periode unter dem Begriff «transición democrática» (1975-1982). In sie können die deutschen TV-Zuschauer an diesem Montag (21.45) kurz eintauchen, wenn Arte den Film «La Isla Minima - Mörderland» von Alberto Rodriguez ausstrahlt, einen Whodunit-Krimi, in dem die beiden Kommissare Juan (Javier Gutierrez) und Pedro (Raúl Arevalo) in einen brisanten Fall verwickelt werden. Beide stammen aus Madrid und sind in das andalusische Marschland zwangsversetzt, wo sie im Mündungsgebiet des Guadalquivir eine Reihe von Morden aufklären müssen.Alles beginnt mit dem Verschwinden zweier minderjähriger Schwestern. Die Suche nach ihnen dauert nicht lange. Denn kurze Zeit später tauchen ihre Leichen in den Wassergräben der Reisfelder auf, verstümmelt und kaum identifizierbar. Vom Mörder aber fehlt jede Spur. Um ihn zu finden, nehmen Juan und Pedro große Strapazen auf sich. Sie fahren auf unasphaltierten, staubigen Straßen, laufen über trockene Felder und stapfen durch sumpfiges Gebiet.Es sind stimmungsvolle Bilder in warmen, erdigen Tönen. Die schwüle Hitze Andalusiens kriecht förmlich in das Wohnzimmer der Zuschauer. Oft hat man das Gefühl, die Stirn abtupfen zu müssen. Die Sonne macht auch den beiden Kommissaren zu schaffen - aber nicht nur sie. Weitaus mehr Probleme bereiten ihnen korrupte Vorgesetzte, inkompetente Polizisten und passive Dorfbewohner, deren mangelnde Kooperationsbereitschaft Juan und Pedro zur Verzweiflung bringen. Selbst der Vater der ermordeten Mädchen hüllt sich in Schweigen, weil er sich für die ausschweifende Lebensweise seiner Töchter schämt. Einzig die Mutter und eine Hellseherin liefern Informationen, die die Ermittlungen vorwärtsbringen.«La Isla Minima» überrascht nicht gerade mit innovativen Handlungselementen. Falsche Fährten, mehrere Verdächtige und actionreiche Verfolgungsjagden fehlen auch diesem Krimi nicht. Was ihn besonders macht, sind seine Figuren. Der Film lebt ausschließlich von der Dynamik der beiden Ermittler, deren Chemie aus den Gegensätzen resultiert. Juan, der ältere von ihnen, ist ein Oldschool-Polizist: abgebrüht, trinkfest, ausschweifend. Als Draufgänger mit dunkler Vergangenheit lässt er schnell erahnen, dass sein Hang zu alternativen Verhörmethoden noch unter Franco entflammte. Pedro hingegen gibt sich recht schnell als junger Idealist zu erkennen. Er geht früh ins Bett, lässt die Finger weg vom Alkohol und ist hochambitioniert, aber auch ein wenig angespannt und übereifrig. Sein stets ernster Blick verrät, dass er den Freuden des Lebens nur wenig Beachtung schenkt.Mit «La Isla Minima» gelingt Regisseur Alberto Rodriguez der Spagat zwischen düsterer Detektivgeschichte und Vergangenheitsbewältigung. Es ist zwar kein temporeicher, dafür aber ein atmosphärisch dichter Film mit tollen Schauspielern, klugen Anspielungen, schockierenden Bildern und witzigen Szenen. Die Ausgewogenheit dieser Zutaten macht ihn zu einem tiefsinnigen wie unterhaltsamen Krimi.

Source link : https://www.stern.de/kultur/tv/tv-tipp-la-isla-minima---moerderland-8170988.html?utm_campaign=alle&utm_medium=rss-feed&utm_source=standard
Author :
Publish date : 2018-07-15 22:01:00
Copyright for syndicated content belongs to the linked Source.
read more
Frankfurter Allgemeine

One Hour Photo

One Hour Photo

Er schrieb „Taxi Driver“ und inszenierte „American Gigolo“. Jetzt hat sich Paul Schrader mit Filmen wie „Dark“ und „Dog Eat Dog“ seinen eigenen Jungbrunnen geschaffen. Wir begegnen ihm in Basel. Ein Gastbeitrag.

Source link : http://www.faz.net/aktuell/feuilleton/kino/dominik-graf-ueber-paul-schrader-15689707.html
Author :
Publish date : 2018-07-15 20:25:31
Copyright for syndicated content belongs to the linked Source.
read more
Die Zeit

Nicaragua: EU fordert Ende der Gewalt

Nicaragua: EU fordert Ende der Gewalt

Bei Zusammenstößen in Nicaragua sind Menschenrechtlern zufolge inzwischen mehr als 270 Menschen getötet worden. Die EU ruft zum Dialog auf.

Source link : https://www.zeit.de/politik/ausland/2018-07/nicaragua-gewalt-eu-mogherini-tote-verletzte
Author : ZEIT ONLINE: Ausland -
Publish date : 2018-07-15 20:43:33
Copyright for syndicated content belongs to the linked Source.
read more
Die Welt

„Ich glaube nicht, dass Sami A. in Tunesien gefoltert wird“

„Ich glaube nicht, dass Sami A. in Tunesien gefoltert wird“

„Ich glaube nicht, dass Sami A. in Tunesien gefoltert wird“
Der FDP-Politiker Alexander Graf Lambsdorff rechnet nicht damit, dass Bin-Laden-Leibwächter Sami A. wieder nach Deutschland zurückgeholt werden muss. Auch juristisch bahne sich eine Lösung an, sagt er.

Source link : https://www.welt.de/politik/deutschland/article179387444/Graf-Lambsdorff-Glaube-nicht-dass-Sami-A-in-Tunesien-gefoltert-wird.html
Author : Ansgar Graw
Publish date : 2018-07-15 22:02:52
Copyright for syndicated content belongs to the linked Source.
read more
Der Spiegel

Final-Kommentator Béla Réthy: Respektlos

Final-Kommentator Béla Réthy: Respektlos

Final-Kommentator Béla Réthy: Respektlos
Pogba hat "Quatsch im Kopf", Mbappé "Neymars Schauspielschule" besucht: Nach dem WM-Finale vergriff sich Kommentator Béla Réthy im Ton - und zwar deutlich.

Source link : http://www.spiegel.de/sport/fussball/final-kommentator-bela-rethy-pogba-hat-nur-quatsch-im-kopf-a-1218580.html#ref=rss
Author :
Publish date : 2018-07-15 22:04:00
Copyright for syndicated content belongs to the linked Source.
read more
Deutsche Welle

Finale furios: Happy End für Frankreich

Finale furios: Happy End für Frankreich

Frankreich feiert den großen WM-Triumph gegen leidenschaftliche Kroaten – und besiegt das EM-Trauma von 2016. Pascal Jochem berichtet aus dem Luschniki-Stadion in Moskau über Jubel, viele Emotionen und auch Trauer.

Source link : http://www.dw.com/de/finale-furios-happy-end-f%C3%83%C2%BCr-frankreich/a-44687364?maca=de-rss-de-all-1119-rdf
Author :
Publish date : 2018-07-15 21:25:00
Copyright for syndicated content belongs to the linked Source.
read more
Stern

Ganz Frankreich wird nach WM-Sieg zur Fanmeile

no thumb

Ganz Frankreich wird nach WM-Sieg zur Fanmeile
Frankreich im Freudentaumel: Millionen Menschen haben am Sonntag den Triumph ihrer Nationalelf bei der Fußball-Weltmeisterschaft in Russland gefeiert. Paris und andere Städte verwandelten sich nach dem 4:2-Finalsieg über Kroatien in ein Meer aus blau-weiß-roten Flaggen, die Fans feuerten Freudenböller ab und bildeten Autokorsos. Präsident Emmanuel Macron dankte der Mannschaft auf Twitter mit einem Wort: "MERCI".Die größten Jubelfeiern gab es in einer Fanzone mit 90.000 Menschen vor dem Eiffelturm und auf dem berühmten Boulevard Champs-Elysées. In der Kathedrale Notre-Dame läuteten zu Ehren der "Equipe Tricolore" die Glocken.Bei dem Empfang der französischen Nationalmannschaft am Montagnachmittag auf den Champs-Elysées dürften Hunderttausende begeistert mit ihnen feiern - beim ersten französischen WM-Sieg 1998 waren dort 1,5 Millionen Menschen zusammengeströmt.Der 42-jährige Fan Eric Rodenas aus dem südfranzösischen Cannes feierte den Sieg auf den Champs-Elysées gemeinsam mit seinem 14-jährigen Sohn Raphaël. "Ich habe '98 erlebt, es war magisch. Heute hat mein Sohn das Glück, die gleiche Freude zu erleben", sagte er."Les Bleus" (Die Blauen), wie die französische Mannschaft unter Anspielung auf ihre blauen Trikots heißt, erhielten Glückwünsche aus aller Welt: Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU) gratulierte auf Twitter auf Französisch und Deutsch "zum zweiten Stern nach einem tollen Turnier". Bundesaußenminister Heiko Maas (SPD) twitterte, Frankreich sei "ein würdiger Weltmeister" und Kroatien habe sich "den Titel Weltmeister der Moral verdient".US-Präsident Donald Trump gratulierte ebenfalls via Twitter. Frankreich habe "außergewöhnlichen Fußball" bei der Weltmeisterschaft gespielt, schrieb er. Zugleich gratulierte Trump dem Staatschef von Gastgeber Russland, Wladimir Putin, für die Organisation "eines wahrhaft großartigen Weltmeisterschaftsurniers - eines der besten überhaupt". Der US-Präsident trifft Putin am Montag in der finnischen Hauptstadt Helsinki zu ihrem ersten bilateralen Gipfel.Auch Macron gratulierte Putin vor dem Finale bei einem Empfang im Kreml zum "perfekten Ablauf" der Weltmeisterschaft. Angesichts der Sicherheitsrisiken sei die Ausrichtung des Turniers "eine gewagte Sache" gewesen. Putin sagte nach dem Finale in einer Fernsehansprache, beide Final-Mannschaften seien "großartig" gewesen und auch Russland könne "sicherlich stolz" sein auf die Organisation der WM. "Wir haben dieses große Ereignis in jeder Hinsicht zu einem Erfolg gemacht."Während in Paris Temperaturen um die 30 Grad herrschten, regnete es in Moskau in Strömen, als Macron die siegreiche Elf im Stadion beglückwünschte, an der Seite von Kroatiens Staatschefin Kolinda Grabar-Kitarovic. Auch in Kroatien feierten die Menschen trotz der Niederlage. In der Hauptstadt Zagreb ließen hunderte Fans ihr Team mit Gesängen, Feuerwerk und Applaus hoch leben. "Wir sind ein kleines Land, der zweite Platz ist für uns super", sagte ein junger Fan namens Luka. Der kroatische Regierungschef Andrej Plenkovic sagte, die Nationalmannschaft habe dem ganzen Land etwas "über Herz und Einheit" beigebracht und "eine phantastische und unvergessliche Zeit" beschert.Für den Nationalfeiertag am Samstag und das WM-Finale hatte Frankreichs Regierung ein beispielloses Sicherheitsaufgebot mobilisiert: 110.000 Polizisten und 44.000 Feuerwehrleute waren im Einsatz. Am Eiffelturm kam es vor dem Finalspiel zu einem Gerangel zwischen Fans und Sicherheitskräften, als letztere versuchten, die überfüllte Fanzone zu schließen. Dabei wurden nach Angaben der Polizei mehrere Menschen leicht verletzt. Im ostfranzösischen Lyon gab es Zusammenstöße zwischen der Polizei und Fans, die auf einen Laster geklettert waren.Friedlich feierten deutsche, französische und kroatische Fans nebeneinander auf der Berliner Fanmeile am Brandenburger Tor, der größten Public-Viewing-Veranstaltung Deutschlands. Dort mussten während der ersten Halbzeit die Eingänge wegen Überfüllung geschlossen werden, wie die Organisatoren mitteilten.

Source link : https://www.stern.de/news/ganz-frankreich-wird-nach-wm-sieg-zur-fanmeile-8170926.html?utm_campaign=alle-nachrichten&utm_medium=rss-feed&utm_source=standard
Author :
Publish date : 2018-07-15 21:00:22
Copyright for syndicated content belongs to the linked Source.
read more
Frankfurter Allgemeine

Statt Hausarztbesuch: Immer mehr Patienten missbrauchen Notaufnahmen

Statt Hausarztbesuch: Immer mehr Patienten missbrauchen Notaufnahmen

Notärzte klagen, dass immer mehr Patienten mit Nichtigkeiten zu ihnen kommen. Der Chef der Kassenärztlichen Vereinigung hat da eine Idee.

Source link : http://www.faz.net/aktuell/politik/inland/immer-mehr-patienten-missbrauchen-notaufnahmen-15693060.html
Author :
Publish date : 2018-07-15 20:37:19
Copyright for syndicated content belongs to the linked Source.
read more
Süddeutsche Zeitung

Tennis: Wimbledon-Siegerin Kerber: "Aufhören ist ganz weit weg"

no thumb

London (dpa) - Wimbledon-Siegerin Angelique Kerber hat ein baldiges Karriere-Ende ausgeschlossen.

Source link : https://www.sueddeutsche.de/news/sport/tennis-wimbledon-siegerin-kerberaufhoeren-ist-ganz-weit-weg-dpa.urn-newsml-dpa-com-20090101-180715-99-168997?source=rss
Author :
Publish date : 2018-07-15 21:09:52
Copyright for syndicated content belongs to the linked Source.
read more
1 2 3 1,710
Page 1 of 1710